OPD-Miniserie (1/3)
Shownotes
Du willst mehr zu Cord Benecke, Kassel und der Operationalisierten Psychodynamische Diagnostik (OPD) erfahren? Schau hier!
Schreibe mir Deine Fragen an: daskoennenanderebesser@web.de
Folge mir auf Instagram:
Finde mehr über Matz und seine Musik heraus: https://www.matzmachtmusik.de/
Transkript anzeigen
00:00:06: Die nächsten drei Folgen sind ein Mitschnitt aus dem Gespräch von meinem Sohn und mir über einen Thema, das er mir von seinem Psychologie-Studium erzählt hatte.
00:00:17: Und ich finde – dich könnte es auch interessieren!
00:00:22: Mein Sohn studiert Psychologie in Kassel als Masterstudiengang.
00:00:27: Daher sehen wir uns nicht so oft aber wenn er kommt und etwas von seinem Studium erzählt dann find' ich das immer höchst spannend Und dieses Mal hatten wir verabredet, dass er wenn er etwas Zeit hat.
00:00:39: Wir über einen Thema sprechen von dem er schon im letzten Winter erzählt hatte.
00:00:45: Wir sitzen gemeinsam im Wohnzimmer und ab und zu kommen auch die Katzen vorbei und ich bitte deren Störungen zu entschuldigen!
00:00:53: Die wollten auch etwas dazu beitragen.
00:01:06: in der Zeit passiert, in der wir uns nicht sehen.
00:01:09: Und du hattest eine Sache aus deinem Studium das letzte Mal erzählt und ich hatte gesagt, ich würde das gerne nochmal mit dir im Podcast besprechen weil ich das so interessant finde und ich denke meine Hörer mögen das vielleicht auch hören.
00:01:24: Ich erinnere mich davon dass Du erzählt hast, dass es in der Psychologie was Du bearbeitet hattst ein Konzept gibt über typische Konfliktbilder.
00:01:37: Erzähl ein bisschen selber, was damit gemeint
00:01:39: ist.
00:01:40: Ja sehr gerne!
00:01:41: Also zu Beginn möchte ich einmal klarstellen dass ich nur Psychologie Student bin und wer man sich tiefer damit auseinandersetzen will sollte man im Zweifelsfall zur Quelle gehen.
00:01:52: es gibt eine wunderbare Vorlesungsreihe online von Cord Benecke, wo er die OPD die Operationalized Psychodynamic Diagnostik OPD vorstellt Und einer der Achsen dort, auf der man quasi diese Diagnostik ausführt ist in der Tat die Konfliktachse.
00:02:13: Und bei dieser Konfliktaxe geht es nicht direkt um irgendwelche Beziehungsmuster, die man mit anderen Personen hat.
00:02:23: Es geht eher so um innere Konflikte, die mit der eigenen Vergangenheit zu tun haben und dort eben Bedürfnissen, die einem nicht erfüllt wurden oder zu viel erfüllt wurden, die auf jeden Fall nicht so ausgelebt wurden dass sie gut verarbeitet wurden und im späteren Leben eben immer darauf zurückgegriffen werden kann.
00:02:46: Also wenn ich dich richtig verstehe geht es nicht um zwischenmenschliche Konflikte sondern konflikte innerhalb eines Menschen.
00:02:54: das heißt diese Konflikte haben sich durch meine Vergangenheit geprägt und fallen mir immer wieder auf die Füße
00:03:03: Richtig.
00:03:04: Also es ist eine psychodynamische Theorie und in der Psychodynamik geht das immer sehr viel darum wie uns die Vergangenheit und unsere Bedürfnisse, die eventuell nicht erfüllt werden beeinflussen Und die Konflikte entstehen im Zweifels.
00:03:22: also können aus diesen Grundkonflikten sage ich mal auch konflikte im zwischenmenschlichen Bereich entstehen.
00:03:28: unter äußern sie sich.
00:03:29: im zweifelsfall wird immer gesagt psychische Störung stellt man nur im Kontakt mit anderen fest.
00:03:36: Wenn ich komplett alleine bin, dann sieht man das vielleicht gar nicht und es ist auch schwierig zu sagen dass irgendetwas schlecht ist.
00:03:45: in Kontakt mit andern kann man es feststellen.
00:03:48: Wenn Ich jetzt richtig verstanden habe gibt es mehrere Konfliktdefinitionen in diesem Spektrum die unterschiedlich gewertet sind.
00:04:01: Wenn ich ein Konflikt habe, hab' ich dann auch einen anderen nicht?
00:04:05: Oder kann ich mehrere von diesen Konflikten in der Zeit aufgebaut haben.
00:04:11: Gute Frage!
00:04:12: Also erst mal es werden sieben grundlegende Konflikte unterschieden die alle mehr oder weniger unterschiedliche Bedürfnisse haben, auf denen Sie quasi basieren.
00:04:23: Es gibt allerdings auch unterschiedliche Konfljekte, die durch das gleiche Bedürfe entstehen können bei unterschiedlichen Personen und die gleichen Konflikte, die durch unterschiedliche Bedürfnisse entstehen können.
00:04:39: Allerdings prototypisch gibt es für jeden Konflikt so ein Bedürfenes das Ganze verursacht.
00:04:47: Und generell ist es so dass nur weil ich einen Konflikten habe, dass nicht heißt, dass ich den anderen nicht habe.
00:04:55: Ich würde sagen bis zu einem gewissen Grad sind das alles Situationen Dinge, die wir kennen aus unserem Alltag.
00:05:06: Von einem Konflikt würde man aber eher sprechen wenn man sieht dass es sich durch die Biografie und den Alltag zieht.
00:05:13: also das ist immer wieder und wieder kommt und nicht nur an einzelnen Stellen immer wieder auftaucht.
00:05:19: Und da gibt es dann eben so einen Hauptkonflikt der ein grundlegend viel beschäftigt und dann noch Nebenkonflikte die auch wichtig sein können im Alltag beeinflussen, aber eben nicht dieser Hauptkonflikt sind.
00:05:37: Wir haben jetzt den Spannungsbogen bis zum äußersten gespannt!
00:05:42: Vielleicht ist es jetzt an der Zeit dass du uns... Also wir haben einen Kater mit dabei während wir hier über Konflikte sprechen und sein Konflikt ist einer das er nicht genügend gestreichelt wird.
00:06:04: Deswegen stört er uns ja ab und zu.
00:06:07: Ich habe ihn jetzt mal auf die Shows genommen.
00:06:08: vielleicht gibt ein bisschen Ruhe.
00:06:10: Okay
00:06:11: dann Wenn der Quarte jetzt Ruhe gibt, lass uns drüber sprechen.
00:06:14: Was sind die Konflikte?
00:06:16: Wie lautet der erste Konflikt?
00:06:18: Der Abhängigkeit versus Individuationskonflikt.
00:06:23: Versus was?
00:06:25: Individuation.
00:06:26: Individu...
00:06:27: Individua-tion!
00:06:28: Was ist das denn?
00:06:30: Quasi Unabhängigkeit also dass ich quasi alleine bin und alles mache und schaffe während Abhängigkeit eben ist.
00:06:38: Ich brauche jemanden mit dem ich irgendwas mache, mit dem ich Zeit verbringe.
00:06:44: Und der Konflikt ist das Spannungsfeld zwischen diesen beiden Extremen oder wie muss ich mir das vorstellen?
00:06:50: Also ein Konflik besteht wenn nicht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den beiden schaffen kann.
00:06:58: Das heißt ich habe eben nicht die Möglichkeit gleichzeitig Beziehungen einzugehen und zu pflegen Aber auch nicht irgendwie symbiotisch, also so mit denen verwachsen zu sein oder... Also nicht mehr ohne sie zu können.
00:07:18: Und gleichzeitig trotzdem eben ein eigener Mensch sein kann und auch alleine Sachen schaffen, nicht immer irgendwen anderes dabei haben muss egal was ich mache aber eben auch nicht alles allein machen und mich immer rausziehen.
00:07:34: Das heißt wenn ich den Konflikt analysieren würde oder feststellen würde, ob der mein Konflikt ist.
00:07:41: Würde ich mich fragen finde ich eine Balance zwischen alleine tun und mir helfen lassen oder im Team etwas
00:07:50: tun?
00:07:51: Ja das ist... Ich würd sagen dass es so die kompakte Form von dem Ganzen.
00:07:56: Okay also das ist der erste Konflik.
00:07:58: Genau!
00:07:59: Der zweite Konflekt da geht es um Unterwerfung versus Kontrolle.
00:08:06: Macht und inwiefern ich zum einen damit klarkomme, wenn mir irgendjemand anderes Aufträge gibt.
00:08:14: Ob ich die dann ausführe?
00:08:15: Ob ich Autoritäten aushalten kann?
00:08:19: Gleichzeitig aber auch wenn ich mal in die Lage komme dass ich irgendwie im etwas sagen muss darin nicht komplett scheiter verzweifel was auch immer spricht das sich eben Wenn ich in einer machtposition bin die weder Ausnutze und mir gar nichts mehr sagen lasse Gleichzeitig aber auch wenn mir Sachen aufgetragen werden, ich diese kompetent umsetzen kann und trotzdem immer noch auch Widerworte geben kann.
00:08:49: Und nicht einfach alles Umsätze was mir jemand sagt.
00:08:54: Das glaube ich ist verständlich?
00:08:56: Da habe ich keine Nachfrage zu meinem Verständnis.
00:08:59: Ich hab noch eine Sache dazu.
00:09:01: bei dieser Unterwerfung geht es aber auch immer um so einer passive Aggressivität also der... die eine der Emotionen, die viel mit diesem Konflikt zu tun hat ist Aggressivität.
00:09:14: Und wenn man eben diesen aktiven Modus hat... Also es gibt bei allen Konflikten einen aktiv und einen passiven Moduss.
00:09:22: Der aktive Modus würde sich quasi gegen das Bedürfnis stellen was eben also gegen das Verhalten was man irgendwann mal zeigen musste in der Kindheit und das dann überdecken.
00:09:37: Beispielsweise, als Kind bin ich abhängig.
00:09:40: Deswegen bin ich als Erwachsener dann ganz individuell unterwegs und lass niemanden an mich ran oder eben bei Kontrolle.
00:09:47: Ich muss als kind mich anderen unterwerfen.
00:09:49: es geht gar nicht anders.
00:09:50: meine Eltern sind die autoritätsperson und deswegen Genau deswegen werde ich dann in der manager position jedem sagen was er zu tun hat und kein feedback annehmen.
00:10:01: solche sachen Das wäre dann immer die aktive Seite.
00:10:05: Und bei dieser passiven Seite der Unterwerfung, da geht es immer auch um so eine gewisse passive Aggressivität, dass ich eben so milisches Compliance betreibe.
00:10:16: Mir wird etwas aufgetragen und dann mach' ich das aber falsch!
00:10:20: Dann ist die Person ja so unzufrieden, die mir das aufgetragene hat.
00:10:24: Ich mache's absichtlich falsch oder unbewusst falsch?
00:10:27: Unbewusst.
00:10:28: Also es muss nicht unbewusste sein – es kann auch absichtlich sein,
00:10:35: Ich mache es wahrscheinlich mit Widerwillen.
00:10:37: Also ich folge der Anweisung, aber mach's mit Wiederwillen und dadurch kommt Fehler oder...
00:10:43: Kann ich jetzt nicht so ausschließen oder bestätigen?
00:10:48: Mir wurde erzählt, es ist generell öfter der Fall bei dieser Unterwerfung dass die Personen Sachen vergessen wenn ihnen etwas aufgetragen wird und das dann eben nicht richtig machen sodass die Person, die anders aufgetragen hat wieder mehr Arbeit hat oder irgendwas nicht machen kann.
00:11:07: So übt man auch eine gewisse Kontrolle auf diese Personen aus, also man übt eine Art Kontrolle dadurch aus dass man selbst den Auftrag nicht richtig umsetzt so das die andere Person handeln muss gezogen wird irgendetwas anders zu machen.
00:11:27: Da gehen wir gleich nochmal drauf ein mit diesem Passiv und dem aktiven Auskomponente.
00:11:33: was ist die dritte Konflikt?
00:11:35: Der dritte Konflikt, das ist der Versorgungs- versus Autarkiekonflikt.
00:11:42: Was muss ich mir darunter vorstellen?
00:11:45: Also im ersten Konflik geht es ja um Abhängigkeit vs.
00:11:48: Individuation.
00:11:49: Da geht es um die Abhängigkeit von der Beziehung und in diesem dritten Konflekt geht es über die Abhängigkeit in der Beziehen.
00:12:00: Es ist nicht primär wichtig ob ich jetzt eine Beziehungen habe oder nicht und ob immer irgendwer mit dabei sein muss oder ob ich was alleine mache.
00:12:08: Aber wenn ich eine Beziehung habe, dann möchte ich... Wenn ich im passiven Modus bin also dieser Versorgungsanteil sehr stark ist Dann möchte ich versorgt werden.
00:12:18: Dann bin ich quasi das Baby, dass sich nichts kümmern kann.
00:12:23: Brauche ich durchgehege irgendwie in der etwas für mich macht.
00:12:26: Und wenn ich in dem Autarkie-Modus bin In dem aktiven Moduss mache ich ganz viel für andere und vernachlässige meine eigenen Wünsche, Ziele, Bedürfnisse komplett.
00:12:36: Dann geht es mir nur darum dass ich andere glücklich mache und dadurch selber glücklich zu werden.
00:12:41: Und dahinter steckt immer so ein.
00:12:43: Ich muss mich nicht auseinandersetzen mit meinen eigenen Gedanken, Gefühlen, Zielen
00:12:48: etc.,
00:12:49: die können auch nicht enttäuscht werden da durch weil ich ja durchgehegt die Sachen für andere mache und mich damit beschäftige.
00:12:58: Und dann gibt's aber auch immer so eine gewisse Enttäuschung, wenn nichts für einen selbst passiert.
00:13:05: Und wenn diese Enttäuschung zu groß wird dann wird das oft zu Symptomen.
00:13:12: Wichtig richtig verstanden!
00:13:13: Wenn ich diesen Konflikt habe und in der Seite bin, in der ich die Versorgung von anderen übernehme, dann bemutere ich die so schönes Wort dafür?
00:13:24: Ja.
00:13:26: Und gleichzeitig fühle schlecht behandelt, weil sich keiner um mich kümmert.
00:13:33: Obwohl ich es nicht zulassen?
00:13:34: Das kann passieren ist im Zweifelsfall eher unbewusst.
00:13:40: aber insbesondere später in so Situationen wo ich plötzlich mich nicht mehr um andere kümmern kann entweder weil ich selber die Fähigkeit dazu verliere Ich werde alt, ich werd vergesslich, ich bin krank all solche Sachen dann muss ich mit mir selbst beschäftigen und ich brauche Hilfe von außen.
00:14:00: dann kann es plötzlich umswitchen in den passiven Modus, da sich ganz viel Versorgung brauche und dass diese ja Wünsche, Bedürfnisse plötzlich überflutend kommen.
00:14:12: Aber wenn ich noch im diesem Versorgungsmodus bin... ...und dann doch mal irgendwas äußer oder es nur denke und das dann nicht umgesetzt wird, dann bestätigt es ja quasi mein Es interessiert sich eh nicht irgendwer für mich.
00:14:27: Deswegen gebe ich den anderen das, was ich mir eigentlich wünsche.
00:14:32: Und daran sollten sie erkennen, was sich eigentlich will.
00:14:36: Wenn ich in dem anderen Extrem bin dann bin ich nicht in der Lage für mich selber zu sorgen sondern erwartet dass ich von allen versorgt werde?
00:14:47: Genau!
00:14:49: So das typische.
00:14:50: Ich weiß immer an wen ich mich wende damit mir etwas erledigt wird oder im Sinne von mir geholfen wird.
00:14:59: Der vierte Konflikt ist Selbstwertkonflikt.
00:15:06: Da geht es eben, wie der Name schon sagt, selbstwert.
00:15:09: Das lang hatten die immer zwei Komponenten?
00:15:11: Ja!
00:15:12: Die haben sie auch weiterhin.
00:15:13: nur heißen die Konflikte jetzt also beziehen sich immer auf eine Sache.
00:15:16: Jetzt kann mein Selbstwert natürlich auch zwei Polare Also zwei extreme annehmen.
00:15:22: entweder ich habe einen extrem niedrigen Selbstwert das ist der passive Modus Ich fühle mich einfach völlig unnötig auf der Erde schlecht in allem, ich habe keine Fähigkeiten.
00:15:34: Ich komme wahrscheinlich sehr kalt rüber weil ich eben einfach das Gefühl habe nichts Wichtiges zu sein und der aktive Modus hingegen hat im Zweifelsfall auch untergründig.
00:15:48: diese Gefühle nicht richtig zu schaffen ein Versager zu sein aber gibt sich nach außen mit einem sehr hohen Selbstwert.
00:15:59: Das ist so eine typische nazistische Persönlichkeit, die da drüber entsteht.
00:16:05: Es heißt nach außen hin betone ich wie wichtig ich bin und wie toll ich bin?
00:16:10: Genau!
00:16:11: Fühl mich aber im Zweifelsfalle unbewusst oder auch sogar bewusst gar nicht wichtig oder gut.
00:16:19: Kann so oder so sein.
00:16:20: oft ist es wenn man noch gar nicht damit zu tun hat wenn man doch quasi funktional ist dann ist es eher dass es unbewusst ist das einem eigentlich nicht gut mit einem selbst geht und dann ist man einfach überzeugt davon so toll zu sein, aber wenn diese Fassade dann bröckelt vielleicht irgendein Fehlschlag kommt den man nicht ignorieren kann.
00:16:45: Dann kann es auch sehr schnell in dieses Passive rutschen dass ich mich plötzlich sehr schlecht fühle und als hätte ich noch nie was richtiges geschafft das sich selbst quasi auch noch nie etwas geschafft habe und mich immer überheblich dargestellt habe alles überverkauft habe.
00:17:06: Wir kommen auch da nochmal drauf zurück, das war der vierte Konflikt.
00:17:11: wir haben noch drei!
00:17:12: Richtig jetzt kommt der Schuldkonflikt.
00:17:16: Da geht es sehr viel um Schuld und eben Scham und im passiven Modus würde ich mich quasi für schuldig an allem sehen wenn ich egal ob ich jetzt tatsächlich für etwas verantwortlich bin und da dann extreme Schuldgefühle habe Obwohl es vielleicht irgendetwas ist, was jedem mal passiert und gar nicht so schlimm ist.
00:17:38: Keine Ahnung!
00:17:39: Ich habe einen Fleck auf einem T-Shirt von irgendwem gemacht und das lässt sich eigentlich leicht auswaschen.
00:17:45: aber jetzt bin ich durchgeregt dabei der Person zu versuchen zu helfen das wieder wegzubekommen und mache alles Mögliche dafür und die fühlt sich vielleicht auch schon fast belästigt davon, dass da so viel passiert.
00:17:57: Weil eigentlich find's jetzt gar nicht so schlimm.
00:17:59: Das ist der passive Modus.
00:18:01: Es kann eben auch sein, dass ich mich für Sachen schuldig fühle, für die ich gar nichts kann und was die anderen noch gar nicht empfinden.
00:18:12: Für sich ist Schuld und Scham ja ein sehr gutes Gefühl um zu regulieren wenn ich etwas falsch gemacht habe das ich es wieder versuche gutzumachen eine andere Person beruhige.
00:18:21: aber in diesem Extrem ist es eher andere das gar nicht so empfinden, dass ich Schuld an etwas wäre.
00:18:29: Und ... Ich aber empfinde, ich bin schuldig und deswegen durchgehe ich versuche, etwas gut zu machen was dann auch als komisch empfunden wird.
00:18:39: Dieser passive Modus der wird auch gerne... Also es ist immer schwierig zu unterscheiden ob jemand jetzt einen aktiven Versorgungskonflikt hat also ob er einfach sehr viel um andere sorgt damit er selbst sich nicht mit sich beschäftigen muss
00:18:54: oder ob es aus einem Schuldgefühl
00:18:55: passiert.
00:18:55: Oder ob es auf einem Schuld-Gefühle passiert, genau!
00:18:58: Weil der Typus des Verhaltens sich ähnelt?
00:19:02: Ja das Verhalten ist sehr ähnlich die Grundlage ist eben unterschiedlich und im aktiven Modus.
00:19:10: von diesem Schuldkonflikt bin ich für gar nicht schuld.
00:19:12: da sind immer alle anderen an allem schuld.
00:19:16: wenn ich irgendwie im anders rein fahre dann Hat der nicht aufgepasst?
00:19:21: Genau, oder hätte schneller fahren müssen.
00:19:23: Warum ist er überhaupt zu langsam?
00:19:25: Solche Sachen... Der sechste Konflikt ist wahrscheinlich so der typisch freutsche Konfliktes, der Ödipuss-Konflikt.
00:19:36: Da geht es jetzt allerdings nicht darum dass ich unbedingt mit meiner Mutter schlafen will und meinen Vater töten möchte sondern es geht eher um die Art und Weise wie ich mich selber als das Geschlecht identifiziere, als dass ich mich fühle.
00:19:54: Also inwiefern gelingt es mir wenn ich jetzt von mir rede, mich als Mann zu identifzieren und diese Rolle anzunehmen und was sich damit verbinde ohne dass ich das komplett ablehne oder es übertrieben darstelle, dass ich eben diese übertriebene Maskulinität annehme und so machomäßig durch die Gegend laufe?
00:20:21: Und dieser Konflikt hat auch oft eine sexuelle Komponente.
00:20:25: Wenn ich da im passiven Modus bin, dann ist mir das eher egal.
00:20:31: Dann kümmere ich mich nicht so wirklich um sexuelle Bedürfnisse.
00:20:35: Dann sind die eher abstrakt und im aktiven Moduss sind sie eher übertrieben dar.
00:20:41: Da denke ich sehr viel daran.
00:20:44: Da versuche ich mich persönlich sehr attraktiv darzustellen.
00:20:48: Und im passen Modus versuche
00:20:51: Ist dieser Oedipus-Komplex dann
00:20:53: nur männlich?
00:20:55: Nein.
00:20:56: Gibt es das auch für Frauen, heißt aber dann genauso?
00:20:59: Heißt genau so!
00:21:00: Und hat dann was mit der Rolle als
00:21:03: Frau zu tun.
00:21:04: und ob ich besonders betone dass ich eine Frau bin und da im Zweifelsfalle genauso wie du das mit der Männlichkeit und der Maskonität hast, dann eben besonders meine
00:21:17: Frau...
00:21:20: und die andere Alternative ist es, dass ich versuche das Mauerplümchen zu sein, das möglichst nicht auffällt.
00:21:26: Genau da geht es dann darum... also ich kann schon auffallen aber eben nicht im attraktiven Sinne.
00:21:35: Ich kümmere mich nicht um ein Aussehen, dass es gut aussieht.
00:21:38: Es ist mir relativ egal ob ich von anderen als attraktiv gesehen werde oder nicht Während sich das andere komplett danach richtet gut aussehend finden oder nicht.
00:21:49: Es gibt noch mehr bei diesem Konflikt, es ist ein super spannender Konflikte und zwar hat auch die Triangulierung eine große Komponente davon.
00:21:59: Wofür steht Triangulation?
00:22:01: Schön dass du fragst.
00:22:02: da geht es um Beziehungen die ich zu zwei Personen pflege, die untereinander auch eine Beziehung haben.
00:22:10: das heißt inwiefern kann ich damit umgehen?
00:22:15: Der Kind hat wahrscheinlich bei jedem vor, das Kind stellt fest die Eltern haben untereinander auch was miteinander zu tun.
00:22:21: Aber ich bin doch eigentlich das Zentrum der Aufmerksamkeit und die können noch nicht ohne mich irgendwie miteinander fernsehen oder irgendwas machen oder sprechen wenn ich dabei bin.
00:22:34: Und dass ist eben diese Triangulierungsfähigkeit, die dann auch oft eingeschränkt ist.
00:22:40: Eingeschränk dahingehend?
00:22:41: Dass sich nicht ertragen kann, dass die beiden Personen mit denen etwas zu tun habe miteinander, was zu tun haben ohne dass ich involviert bin.
00:22:50: Genau und wie ich damit umgehe?
00:22:54: Das hat auch noch damit zu tun mit Rivalität und Wettbewerb.
00:23:00: In passiven Modus wäre ich eher komplett gegen Wett bewerbt da würde ich keine Dinge tun um irgendwie mit jemand anderem zu konkurrieren.
00:23:13: Da würde ich mich da immer raushalten.
00:23:15: Und im aktiven Modus wäre ich eher jemand, der aus jeder einzelnen Sache einen Wettbewerb macht.
00:23:22: Okay und jetzt zur Kühe zum siebten
00:23:25: Konflikt?
00:23:25: Richtig das ist der Identitätskonflikt Das ist der wahrscheinlich abstrakteste Konflikter.
00:23:32: geht es darum inwiefern Ich eine Identität aufgebaut habe mit dieser Zufrieden bin.
00:23:42: Im passiven Moduss wäre es dann so, dass ich quasi in jeder Situation völlig anders bin.
00:23:52: Also mich immer komplett an meinen Umfeld anpasse und im aktiven Modus würde ich eine Personalität, eine Identität erschaffen und die übertrieben in jedem Bereich präsentieren ohne mich irgendwie anpassen zu können.
00:24:07: Wir haben ja alle... Rollen, die wir im Alltag einnehmen und das wäre dann ich forciere.
00:24:12: Die eine Rolle, die ich mir erstellt habe unabhängig davon ob ich jetzt tatsächlich bin oder nicht sondern Ich hab sie mir erstellt und bewusst oder unbewusst Und trete damit auf ohne Sie anpassen zu können.
00:24:28: Das spannende Wort liegt darin dass sich nicht anpassen kann.
00:24:31: schon gesagt hast Wir haben unterschiedliche rollen bei deinen freunden anders unterwegs in deiner familie Oder Im studium oder bei der Arbeit.
00:24:43: Jetzt sind wir die sieben Sachen durchgegangen und wir schließen hier jetzt erstmal das Gespräch ab,
00:24:51: okay?
00:24:51: Und
00:24:52: für den nächsten Podcast-Folge sprechen wir ein bisschen mehr über die verschiedenen Konflikte.
00:24:59: Okay!
00:25:08: Vielen Dank dass du mir und meinem Sohn zugehört hast und ich hoffe dass die nächsten beiden Folgen ebenfalls spannend werden so wie ich sie empfinde
00:25:17: sich
00:25:17: genauer mit diesen verschiedenen Konflikten auseinanderzusetzen
00:25:22: und
00:25:22: ich werde auch einmal abprüfen, welche der Konflikte bei mir vielleicht vorrangig sind.
00:25:29: In diesem Sinne bis zur nächsten Folge!
00:25:31: Tschüss.
Neuer Kommentar