„Was, wenn ich keine Bohnen mag?“

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00:00:13: Ich möchte mit dir heute etwas teilen, was ich durch einen Artikel bei CNN gelernt habe.

00:00:18: Das ist wieder so eine Sache wo ich denke Werbel erklärt sich die Welt!

00:00:34: Der Artikel hieß, what aboutism makes the Internet exhausting.

00:00:49: Why people think this way?

00:01:14: Weil ihre persönlichen Lebensumstände oder Einschränkungen nicht explizit berücksichtigt wurden.

00:01:22: Die Hauptpunkte des Artikels waren, wenn beispielsweise jemand ein veganes Rezept für eine Bonensuppe postet weil sie damit gute Erfahrung gemacht hat und anderen helfen möchte ebenfalls ihren Eisenhaushalt wieder auf Vordermann zu bringen dann fragen manche Nutzer unglaublich Und was ist wenn ich keine Bohnen mag?

00:01:44: und verlangen Alternativen, als wäre sie Google oder ein Chatbot.

00:01:52: Und anstatt einfach nach einem eigenen Rezept zu suchen wird die Verantwortung dafür dass das Angebot die eigene Situation vollständig abdeckt auf denjenigen verlagert der das Angebott gemacht hat für eine spezifische Sache.

00:02:19: Der Artikel geht der Frage nach, woher dieses Verhalten kommt und genau deshalb hat er meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

00:02:27: Expertinnen erklären dieses Verhalten oder Phänomen durch egocentrisches Denken, den Wunsch nach Bestätigung, mangelndes Leserverständnis wie zum Beispiel das Übersehen von Nuancen oder ein tiefsitzendes Gefühl der Frustration und des Ausschlusses Welches zum Beispiel durch die Covid-Pandemie oder gesellschaftliche Probleme verstärkt wurde.

00:02:52: Die Folgen, diejenigen, die die Inhalte gestalten müssen sich vorher extrem absichern eine vorsögliche Rücksichtnahme durchführen was klare Informationen erschwert und zudem belohnen die Social Media Algorithmen eher kurze Lösungsansätze.

00:03:12: diesen Punkt fand ich total spannend!

00:03:16: haben eine bereits vorhandene psychologische Disposition durch die Algorithmen, die verwendet werden verstärkt.

00:03:25: Nutzer im Internet gehen automatisch davon aus dass der Inhalt, der Ihnen angezeigt wird spezifisch für Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist Und wenn das nicht der Fall ist dann reagieren sie mit Ungläubigkeit oder sogar mit Aggression auf denjenigen, der den Beitrag gestaltet hat.

00:03:49: Als ob der Beitrag das Rezept –der Rat– eine universelle Lösung sein sollte.

00:03:55: und wenn es nicht der Fall ist?

00:03:57: Dann ist er falsch oder unfair!

00:04:01: Jemand anderes postete ein Bild von einem idyllischen Morgen im Garten als Strategie in den Tag zu starten Und die Reaktionen waren nicht auch wie schön oder das hätte ich auch gerne sondern das ist ja so privilegiert.

00:04:16: Nicht jeder hat einen Garten, als ob der Post alle Lebensrealitäten abdecken müsste.

00:04:24: Ein drittes Beispiel war eine Psychologin die Tipps teilte wie man Panikattacken mit sauren oder scharfen Lebensmitteln lindern kann und dann Schriebenutzer mit Diabetes aber ich darf gar keine scharfe Sachen essen!

00:04:37: Das ist ja total scheiße und sie forderten Alternativen Als ob der Post eine allgemeingültige Anleitung für alle sein sollte.

00:04:48: Kennst du das auch?

00:04:50: Ich kenne das zwar nicht aus dem Social Media Bereich, aber ich kenne es in anderen Zusammenhängen!

00:04:56: Wenn ich zum Beispiel in einem Seminar einen Impuls gebe und jemand sagt Ja, das funktioniert aber bei mir nicht.

00:05:04: als ob ich eine Garantie geben hätte dass meine Idee für alle passt.

00:05:10: Oder wenn ich in einer Diskussion einen Gedankenteile und die Reaktionen sofort komme, aber was ist denn mit xy?

00:05:17: Als ob mein Beitrag alle Eventualitäten abdecken müsste um gültig zu sein.

00:05:23: Was mich dabei irritiert, ist die Heftigkeit!

00:05:27: Ich finde in Diskussion gut, wenn wir auch andere Aspekte abdeckten – und es ist gut, Wenn Leute kritisch sind.

00:05:34: Was mich irritiert, ist die ausgesprochene heftige vorgebrachte Erwartung das alles sofort perfekt für jeden passen muss.

00:05:45: Als ob wir verlernt hätten dass Inhalte Ideen oder Angebote einfach mal für eine bestimmte Gruppe oder Situation gemacht sein dürfen ohne dass das eine Beleidigung oder ein Angriff auf andere ist.

00:06:09: Selbstverständlich brüfe ich Beiträge, die ich lese oder höre oder mitbekomme.

00:06:15: Darauf ab ob ich damit etwas anfangen kann?

00:06:19: Das ist ja normal!

00:06:21: Ich möchte ja etwas für mich lernen und wenn das was ich höre, was ich lense, was sich gesagt bekomme nicht zu meiner Lebensrealität passt dann schaue ich welche Idee ich daraus für mich ableiten kann.

00:06:36: vielleicht Inspiration um etwas Aber ich erwarte nicht, dass Menschen die im Internet etwas posten oder ein Artikel schreiben auf mich maßgeschneiderte Lösungen haben.

00:06:51: Ich stelle für mich nur fest – das ist nicht für mich gemacht!

00:06:57: Im Internet scheinen diese Haltungen ungefildert und aggressiv

00:07:01: zuzunehmen.".

00:07:02: Und das weiß doch darauf hin, da wieder ein tiefer liegendes Muster zu erkennen ist.

00:07:06: … und psychologische Strategien… finde ich sehr spannend und deshalb teile ich sie mit dir.

00:07:15: nochmal etwas differenzierter.

00:07:19: Da ist zum Beispiel die egocentrische Verarbeitung des Menschen, Menschen filtern die Welt durch ihre eigenen Erfahrungen.

00:07:29: das ist normal aber es wird problematisch wenn Sie nicht weiter denken.

00:07:34: Wenn jemand denkt dieser Post ist nicht für mich also ist er falsch oder exkludierend dann Geht es nicht mehr um den Inhalt, sondern nur noch um das eigene Ich?

00:07:49: Dann sind dann auch die Algorithmen, die genannt wurden und der Individualismus.

00:07:54: Die sozialen Medien belohnen uns dafür, dass wir uns mit den Inhalten beschäftigen, die genau auf uns passen!

00:08:02: Und irgendwann gewöhnen wir uns daran, daß alles auf uns Passend zugeschnitten sein muss – und wenn dann mal etwas nicht passt, dann fühlen wir uns ausgeschlossen oder sogar angegriffen….

00:08:15: Im Artikel stand es die Pandemie, das bei vielen noch verstärkt hat.

00:08:20: Die Isolation während Covid-IX hat das Gefühl verstärkt unsichtbar oder nicht repräsentiert zu sein und das führt dazu dass Menschen überempfindlich reagieren wenn Inhalte unsere spezifischen Umstände nicht abbilden.

00:08:37: Manche Nutzer verstehen auch nicht wie man Inhalter einordnet oder kontextualisiert Statt selbst nach Alternativen zu suchen und den Post als Anregung zu nehmen, erwarten Sie, dass derjenige, der den Post gemacht hat alle möglichen Varianten kennt und anbietet.

00:08:57: Andere nutzen solche Kommentare um ihre eigenen Probleme zu verarbeiten – zum Beispiel Neid oder Ohnmacht!

00:09:04: Und statt nach Lösungen für sich selbst zu suchen wird die Kritik nach außen gerichtet.

00:09:10: Und dann gibt es auch noch die, die einfach nur moralisch überlegen wirken wollen… ohne wirklich ein einer Lösung interessiert zu sein.

00:09:21: Und was macht das jetzt mit uns?

00:09:23: Der Artikel beschreibt, dass viele die Inhalte kreieren sich gezwungen fühlen ihre Inhalter so zu gestalten, dass sie alle möglichen Ausnahmen abdecken, was kreativ erstickend wirken kann.

00:09:39: andere vermeiden kontroverse Themen und formulieren ihre Aussagen extrem vorsichtig um Kritik zu vermeiden Und weil Algorithmen kurze und klare Inhalte belohnen, gehen nur außen verloren.

00:09:52: Was die Kritik noch verstärkt?

00:09:58: Und was bedeutet das für unsere Gesellschaft wenn das Internet feindseliger und individualistischer wird?

00:10:05: Wenn Menschen verlernen Perspektiven zu wechseln oder Kompromisse einzugehen dann werden echte Probleme durch oberflächliche Diskussionen überlagert!

00:10:21: dann kann man sie auch ablegen.

00:10:25: Und im Artikel wurden auch mehrere Strategien genannt, wie man das kann und die möchte ich auch ein bisschen erläutern.

00:10:33: Zuerst geht es darum des Phänomen bei dir selbst zu bemerken.

00:10:39: Achte auf deinen inneren Impuls!

00:10:42: Hast du in Gesprächen sofort das Bedürfnis ein eigenes Problem oder eine eigene Annahme einzubringen?

00:10:50: Sobald jemand etwas teilt Das nicht ganz auf dich passt?

00:10:54: Zum Beispiel, ja aber bei mir ist das ganz anders.

00:11:00: Dann hast du einen Hinweis darauf wie deine Psyche funktioniert.

00:11:05: Achte darauf was der emotionale Auslöser ist!

00:11:10: Fühlst Du Dich gerade übergangen gelangweilt oder selbst nicht genug beachtet während die andere Person redet?

00:11:21: oft steckt hinter diesem Drang den Fokus auf sich zu lenken ein verstecktes Gefühl von Ausschluss und macht den Bonentest.

00:11:34: Frage dich kurz innerlich, ob der Tipp oder die Aussage, der Vorschlag dieser anderen Person überhaupt für Dich gedacht war?

00:11:43: Oder ob es als allgemeine Aussage zu nehmen ist – und sie nicht unnötig auf Deine persönliche Situation zu beziehen ist!

00:11:53: Und bevor man online etwas kommentiert... Sollte man sich fragen, habe ich den gesamten Inhalt gelesen und angesehen?

00:12:04: Gehe ich automatisch von dem Schlimmsten aus?

00:12:07: Würde ich das auch im echten Leben so sagen?

00:12:11: Bin ich vielleicht nur neidisch oder verärgert über meine eigene Situation.

00:12:17: Oder könnte ich selbst nach Alternativen suchen oder einfach akzeptieren dass das nicht immer alles für mich gemacht ist?

00:12:30: Und viele die Breitsteller von Inhalten im Internet, man muss nicht auf jeden Kommentar eingehen.

00:12:38: Man kann nur außen einbauen womöglich aber ohne sich selbst zu zensieren und man sollte sich immer wieder daran erinnern Nicht jeder Inhalt muss für alle passen.

00:12:49: Das ist okay.

00:12:57: Wenn du nun diese Reaktionsmuster an dir selber feststellst und sie ablegen möchtest dann gibt es Strategien das zu tun.

00:13:06: Einer ist zum Beispiel, einen gezielten Perspektivwechsel durchzuführen.

00:13:12: Versuche dich für einen Moment ganz in die Lage der anderen Person zu versetzen ohne deine eigene Situation dagegen aufzuwiegen.

00:13:22: Gönn dem Anderen seinen Moment im Rampenlicht!

00:13:26: Bei uns in der Arbeit, in der wir auf Kunden reagieren müssen wir das ganz oft tun um zu verstehen warum der Kunde nicht verstanden hat was doch da klar zu lesen ist.

00:13:41: Mache eine Pause vor dem Sprechen oder vor dem Kommentieren, zähle im Kopf bis zu drei bevor du auf einer Erzählung reagierst.

00:13:52: überlege dabei trägt mein Beitrag jetzt etwas Konstruktives unter Verbindendes bei?

00:13:59: Oder mache ich das Thema nur zu meinem eigenen?

00:14:04: Du kannst auch gezielt nachfragen statt zu sagen aber bei mir klappt das nie.

00:14:10: Kannst du echtes Interesse zeigen?

00:14:13: Spannend!

00:14:14: Wie genau machst Du

00:14:15: das?!

00:14:17: Das baut Verbindung auf, statt eine Barriere zu errichten.

00:14:23: Es ist völlig menschlich dass wir uns manchmal wünschen Dass unsere individuellen Herausforderungen und Fragen gesehen und beantwortet werden.

00:14:34: Aber der Trick liegt darin zum merken wann dieser Wunsch angebracht ist Und wann es einfach schöner und hilfreicher ist den anderen ihren Raum zu lassen.

00:14:46: Und für den Abschluss dieser Folge gebe ich dir einfach mit, vielleicht ist es ganz gut wenn nicht alle Inhalte für alle Leute passen?

00:14:56: Wir sind alle Individuen und haben unterschiedliche Interessen und können uns aus der Vielzahl der Angebote heraus suchen was uns wirklich interessiert!

00:15:07: Und manches –was uns vielleicht nicht zugeschnitten passt– Kann uns inspirieren, etwas zu suchen oder vielleicht einen Inhalt selber zu teilen?

00:15:17: Aus unserer Erfahrung heraus.

00:15:20: So wie diese Podcastfolge!

00:15:23: Ich danke dir fürs Zuhören – bis zum nächsten Mal, tschüss!

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