Geldglaubenssätze (2)
Shownotes
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00:00:06: Ich hatte versprochen der letzten Folge, dich weiter mit auf die Reise meiner archäologischen Ausgrabungen zu Geld-Klaubenssätzen zu nehmen.
00:00:16: Geldklaubenssetze entstehen eben wenn wir noch ganz klein sind und wir die Welt uns anfangen zu erklären.
00:00:26: Uns wird nicht notwendigerweise immer alles gesagt – Wir sehen!
00:00:30: Wir spüren!
00:00:31: Wir beobachten wie unsere Eltern, wie unsere Geschwister mit etwas umgehen.
00:00:38: Und genau in diesem Falle, mit Geld!
00:00:41: Und dadurch entstehen unsere eigenen Glaubensgrundsätze und manchmal wissen wir gar nicht mehr dass wir sie haben.
00:00:50: Wir wenden Sie unbewusst an.
00:00:54: Um diesen sich bewusst zu machen Begebe ich mich auf eine Ausgrabung Auf eine gedankliche archäologische Ausgraubung von der Herkunft Von Glauben Grundsätzen.
00:01:08: Was kann ich tun, um das Muster zu durchbrechen?
00:01:13: Danke dass du eingeschaltet hast und es geht los.
00:01:24: Ausgelöst wurde meine archäologische Suche durch die Teilnahme an einem Vortrag der hieß selbst ist die Frau finanzielle Selbstbestimmung stärken.
00:01:36: Im vortrag fiel Einsatz mit dem Ich mich auch später noch viel auseinandergesetzt habe.
00:01:44: Es ging darum In Geld-Klaubenssätzen familiäre Traumataar verfestigen und dass sie weitergeschrieben werden.
00:01:55: Nicht nur in der eigenen Familie, sondern aus der man kommt und in die nächste in die eigenen Kinder usw.
00:02:06: Ich bin geprägt von meiner Familie mit meinen Klaubenssetzen über Geld.
00:02:11: Okay das habe ich verstanden!
00:02:14: Das war die ganz bisherige Grabung Aber meine Eltern waren das bestimmt auch, geprägt durch ihre Eltern und ihre Erfahrungen in einer Kette die ich nie gesehen habe weil ich nur das letzte Glied kenne dass mich erreicht hat.
00:02:31: Geld war die Angelegenheit des Vaters der Männer.
00:02:35: Das war nicht meine Erfindung!
00:02:38: Das war schon da bevor ich geboren wurde.
00:02:40: Es wurde weiter gegeben wie ein Erbstück das sich niemand korrekt angesehen hat.
00:02:46: Und dann kam der Gedanke bei dem ich mich selbst ertappt habe, nicht abstrakt ganz konkret an meinen eigenen Kindern.
00:02:55: Wem traue ich bessere finanzielle Entscheidungen zu?
00:02:58: meinem Sohn oder meiner Tochter?
00:03:03: Ich musste die Frage aussprechen um zu merken dass sich sie nicht neutral beantworten kann das da in mir schon etwas eine Richtung vorgibt bevor ich es durchgedacht habe.
00:03:15: und das ist der eigentliche Moment dieser Grabung der Wehtut.
00:03:19: Nicht das Aufdecken, was mir meine eigenen Eltern mitgegeben haben.
00:03:24: Sondern die Frage – Was reiche ich weiter?
00:03:28: Habe ich ohne es zu wollen genau die Kette fortgesetzt, die ich gerade freilege oder habe ich beiden genug Selbstvertrauen mitgegen sich ihres Geldes zu bedienen und es
00:03:40: einzusetzen?".
00:03:42: Oder habe ich meine Glaubenssätze an Sie weitergeben, nicht als Lehre, nicht auch als Satz, den ich Ihnen gesagt hätte.
00:03:50: Sondern als Selbstverständlichkeit, die sie aus mir herausgelesen haben so wie ich sie aus meinen Eltern herausgelsen habe ohne dass sie jemand explizit ausgesprochen hat?
00:04:04: Das ist die unbequemste Schicht in der ganzen Grabung – die Unangenehmster!
00:04:12: Bei den eigenen Eltern kann ich graben und finden und verstehen, und das aus sicherem Abstand.
00:04:18: Bei mir selbst kann ich Graben sehen und erkennen – aber bei meinen eigenen Kindern grave ich noch im lebenden Boden!
00:04:28: Was ich dort finde ist noch nicht abgeschlossen, es ist noch im Gange.
00:04:33: Vielleicht lässt sich noch was ändern?
00:04:36: Aber dazu muss ich in schauen … Und es vielleicht ansprechen….
00:04:42: Diese dritte Schicht meiner Ausgrabung ist also sehr persönlich.
00:04:47: Und ich habe mir vorgenommen, mit meinen Kindern noch mal darüber zu sprechen.
00:04:59: und dann komme ich zur vierten Schicht die ich ausgrabe was nämlich die Buchhaltung nicht zeigt.
00:05:08: hier wird die Krabung ökonomisch konkret.
00:05:11: Was mir auffällt?
00:05:13: Die Selbstverständlichkeit Geld zu bekommen war man sich um Kinder- und Haushalt kümmert.
00:05:20: diese Selbstverständlichkeit gibt es nicht Bei mir auch nicht.
00:05:26: Ich bin so geprägt darauf, dass derjenige, der etwas beiträgt das auf das Konto geht zählt.
00:05:37: Dabei hat es meinen Mann nicht aber ich.
00:05:43: Wir sind in unserer Gesellschaft so geprägt darauf Dass wir uns nie anschauen was wir ausgeben müssten wenn jemand anderes Auf die Kinder aufpassen würde.
00:05:54: den Haushalt schmeißen würde.
00:05:57: Das ist eine blinde Stelle in der eigenen Wahrnehmung.
00:06:01: Wir rechnen mit dem Markteinkommen, wir rechnnen nicht mit dem Schattenpreis der eigenen Arbeit!
00:06:07: Wer zu Hause bleibt erscheint in der eigen und in der gesellschaftlichen Buchhaltung als jemand, der nichts einbringt.
00:06:15: Ich erinnere an die Diskussionen um Lifestyle Teilzeit – Zuhause zu bleiben.
00:06:22: Freiwillig?
00:06:24: Der Kinderwegen Ob real eine Leistung erbracht wird, die sonst eingekauft werden müsste.
00:06:35: Eine Nanny, eine Haushaltshilfe, die Tagesbetreuung, ne Köchin, ne Putzelilfte – eine Pflegekraft!
00:06:44: Und das erklärt warum der Satz «Mein Mann zahlte mir Geld dafür, dass ich mich um die Kinder kümmerte» nicht im Schätzo lesen war... Denn diesen Satz zu sagen oder auszusprechen bedeutet gleichzeitig die eigene Arbeit, als das zu benennen was sie ökonomisch ist.
00:07:05: Eine Leistung mit Marktwert statt als selbstverständlich unbezahlten Liebesdienst.
00:07:14: und diese Umbenennung fühlt sich für viele falscher.
00:07:18: Sie fühlt es sich kalt an, kalkuliert weil Mutterschaft, weil sich kümmern doch keine Dienstleistung ist, die man bezahlt.
00:07:30: Ich tue es doch aus Liebe, aus Fürsorge!
00:07:32: ich tue's doch gerne!
00:07:35: Selbst wenn sie ökonomisch genau diese Funktion hat... Ich will an dieser Stelle etwas klarstellen weil das mir wichtig ist Es ist keine Anklage an Männer, die in irgendeiner Art und Weise verlangen dass sich die Frauen ihrem Diktat unterwerfen.
00:07:51: Das greift zu kurz und das ist auch nicht meine eigene Erfahrung.
00:07:55: Es geht mir auch nicht darum, ob es hier Opfer und Täter gibt.
00:07:59: Es geht darum das wir mit unseren eigenen Glaubensgrundsätzen verhindern anzuerkennen was wir geleistet haben wenn wir bei den Kindern geblieben sind.
00:08:10: Das kann für dich ganz anders sein aber ist meine Realität Und dieser Vortrag hilft mich damit auseinanderzusetzen und deshalb bringe ich dieses Thema in diesen Podcast ein an Arbeit, das wir gerne leisten in der Familie echte Arbeit ist.
00:08:34: Eine Arbeit die berechtigt das gemeinsam verdiente Geld des Mannes einzusetzen auch zum Beispiel durch den Kauf von Aktien oder ETFs eben nicht nur für das Überleben aber auch für die Zukunft.
00:08:49: Ich fühle bei mir dass es sich wie einen ganz alter Unterschied anfühlt und vielleicht haben das andere auch Egal welchen Geschlechts.
00:09:00: Und tragen es in sich.
00:09:02: Haushaltsgeld und Vermögensbildung sind zwei unterschiedliche Kategorien, die eine das Überlebensichern des Legitim.
00:09:20: Die Person, die zu Hause bleibt um sich um die Kinder oder den Haushalt zu kümmern bekommt von dem Verdiener Geld ab, um einkaufen zu gehen Um die Lebensgrundlage zu sichern.
00:09:35: Das andere die Zukunft gestalten, investieren, wachsen lassen – das gilt gefühlt als eine Sache von demjenigen der das Geld nach Hause gebracht hat.
00:09:48: Aber wenn man die Fürsorgearbeit als konsequent gleichwertigen Beitrag zum gemeinsamen Einkommen denkt?
00:09:56: Dann fällt diese Trennung weg!
00:09:58: Dann hat die Person, die zuhause war denselben Anspruch auf den ETF-Sparplan wie das Geld für den Wocheneinkauf Und ich fand es gut, dass das in dem Vortrag ebenfalls angesprochen wurde.
00:10:14: Nicht im Chat!
00:10:16: Aber von der Vortragenen selber.
00:10:19: Birgit Hapel stellte zwei Internetangebote vor und ich habe sie mir mal angeschaut.
00:10:27: Einmal der Lohnomat – die Lebenskarte von den staatlichen Anbietern, dem entsprechenden Bundesministerium BMBFSFJ Superabkürzung Der fokussiert auf die individuellen Entscheidungsfolgen.
00:10:45: Was bedeutet die Steuerklassenwahl, was bedeutet die Arbeitszeitreduktion?
00:10:49: Was bedeutet der Jobwechsel konkret für mich finanziell?
00:10:54: und dann wurde ein Familienrechner, den nennt sich familienrecher.com eine Privatinitiative von Leonie Röcker vorgestellt.
00:11:05: Die fokusiert sich auf den Ausgleich zwischen Partnern.
00:11:09: Wie viel Euro schuldet der erwerbstätige Partner, dem betreuenden Partner um Gehalts- und Rentenverlust auszugleichen?
00:11:19: Es lohnt sich sich beide einmal anzuschauen, um seinen eigenen Gefühlen einmal harte Zahlen entgegenzusetzen.
00:11:28: Und das bringt mich zur fünften Schicht!
00:11:33: Wie frei ist eine Entscheidung
00:11:35: wirklich?!
00:11:37: In meiner Sicht ist es eine Mischung aus verschiedenen Dingen und ich glaube, das ist der eigentliche Schlüssel zu erkennen und zu hinterfragen.
00:11:48: Wenn ich den Survivor-Bias aufdecke, wenn ich der kognitiven Dissonanz nachspüre, wenn Ich entdecke dass ich persönlich einem Muster folge dann kann ich mir bewusst werden ,dass meine Entscheidungen vielleicht unterbewussten Mustern folgen.
00:12:08: Sie sind nicht so frei, wie wir glauben.
00:12:11: Und dann kann ich es ansprechen!
00:12:14: Wenn ich mich unwohl fühle bei diesen Gedanken, dass ich vielleicht einen Glaubenssatz folge der ungesund finanziell sogar langfristig schädlich für mich ist... Dann kann ich drüber sprechen?
00:12:28: Mit meinem Mann mit meinen Kindern mit meinen Freunden.
00:12:32: Ich kann sagen, ich möchte mich nun mit Geldfragen beschäftigen.
00:12:37: Ich habe immer geglaubt, das ist nichts für mich.
00:12:40: Aber ich spüre – ich müsste es eigentlich tun!
00:12:46: Und dann kann ich schauen wie mein Partner oder Partnerin meine Kinder- oder Freunde reagieren?
00:12:52: Ich kann testen ob meine Befürchtung dass sie mir das zutrauen oder nicht tatsächlich zutrifft und unabhängig davon was Sie über mich denken oder mir sagen kann ich trotzdem weitergehen.
00:13:05: Ich kann mich informieren, ich kann YouTube-Videos schauen.
00:13:07: Ich kann Bücher lesen oder ich kann einfach etwas
00:13:10: ausprobieren.".
00:13:11: Im Kleinen Passiert etwas Schlimmes verliere ich Geld?
00:13:18: Dann kann ich für mich prüfen Warum hat diese Geldanlage nicht funktioniert?
00:13:23: Lag es an mir, lag es anderen Umständen?
00:13:27: Und so oder so lerne ich für den nächsten Versuch.
00:13:32: In den meisten Fällen hält mich meine eigene Angst davon ab gute Erfahrungen zu machen Weil wenn ich ein schlechtes Selbstbild habe, dann könnte eine gute Erfahrung mein Weltbild zum Wackeln bringen.
00:13:48: Unser gutes tolles Gehirn versucht uns zu sabotieren damit das Weltbild nicht wackelt und unser Eigenbild nicht in Dissonanz gerät.
00:13:59: Die kognitive Dissonance tritt auf!
00:14:03: Und wenn ich das spüre?
00:14:05: Dann sollte ich versuchen NICHT in der alten Reaktion dem Altenmuster zu folgen, sondern zu prüfen ob das wirklich so schlimm ist.
00:14:15: Die Dissonanz ein wenig aushalten, etwas Neues ausprobieren, mich informieren, schauen ob da noch was geht und dadurch den Glaubensgrundsatz abschwächen oder gar ausräumen.
00:14:36: Bewusst werden!
00:14:38: Aussprechen!
00:14:39: Ausprobieren!
00:14:42: Das es kein Dreischritt der verspricht dass sich danach alles ändert.
00:14:45: Es ist ein offener Test, aber es nimmt dem Ganzen den Druck sofort eine große Befreiung sein zu müssen.
00:14:54: Es ist einen Schritt nach dem anderen – kleiner, machbarer!
00:15:01: Und wo bin ich am Ende meiner archäologischen Ausgrabung dieser Geld-Klaubenssätze gelandet?
00:15:07: Was bleibt wenn man so tief
00:15:09: gräbt?!
00:15:11: Ich habe immer noch kein fertiges politisches Programm, keine Lösung die man morgen ins Gesetz gießen
00:15:17: könnte.".
00:15:18: Aber was bleibt ist etwas Kleineres und damit gleichzeitig etwas Größeres für jeden Einzelnen.
00:15:26: Die Erkenntnis, dass unsere Entscheidungen nicht so frei sind wie wir glauben – und das bedeutet nicht, dass sie falsch gewesen sind!
00:15:35: Es bedeutet nur, daß Sie eine Geschichte haben, eine Herkunft, ein Muster in dem wir folgen ohne es vielleicht in dem Moment zu merken… Aber wenn wir beginnen, diese Muster zu erahnen.
00:15:51: Welche unsere Entscheidungen leiten?
00:15:53: Dann können wir beginnen diese Entscheidungen zur Hinterfragen und zu testen!
00:15:59: Und damit gehen wir einen Schritt in größere Selbstständigkeit... ...und machen eine Entwicklung – eine persönliche Entwicklung….
00:16:08: …und das passt doch zu meinem Podcast.
00:16:12: Nicht mehr und nicht weniger.
00:16:16: Vielen Dank fürs Zuhören Bis zur nächsten Folge.
00:16:19: Tschüss!
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