Bedingungslose Liebe 2

Shownotes

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00:00:06: In der letzten Folge habe ich dir eine Lückengeschichte erzählt, die Lücke zwischen dem was unsere Absicht als Eltern ist und dem was der Effekt ist weil das Leben dazwischen gekommen ist.

00:00:19: Und ich hatte versprochen dass sich in dieser Folge da noch einmal genauer drauf eingehe.

00:00:34: Die Lückengechichte geht so... Sie streben das an, aber zwischen dem Ideal und der gelebten Realität entsteht die Lücke.

00:00:52: Das Kind bekommt das Ideal so nie zu sehen!

00:00:56: Es bekommt nur die Momente zu sehen in denen die Eltern das Ideale erreichen oder nicht – zum Beispiel die Reizbarkeit, dass Nicht kommen wenn gerufen wird, die falsche Bewertung, Und genau da erklärt der Forscher Balby, bis etwa zum vierten Lebensjahr übernimmt das Kind die Bewertung der Eltern ungeprüft.

00:01:30: Es kann nicht unterscheiden zwischen dem was die Eltern anstreben und dem was sie gerade tun können oder machen – es hat ja keine andere Instanz!

00:01:40: Also löst das Kind diese Diskrepanz auf über die einzig verfügbare Weise… auf seiner eigenen

00:01:47: Kosten.".

00:01:49: Nicht der Papa erreicht gerade seinen Ideal nicht, sondern es muss Bedingungen geben.

00:01:57: Ich muss das sein oder etwas tun um geliebt zu werden und daraus entstehen diese Glaubensgrundsätze.

00:02:06: weil sie in einer Phase ohne Vergleichsmöglichkeit gebildet werden werden Sie auch nie wieder hinterfragt und sie tragen sich dann bis ins Erwachsenenalter.

00:02:18: Wir alle tragen solche Glaubensgrundsätze in uns, ob wir das glauben oder nicht.

00:02:47: nach unseren Glaubensgrundsätzen funktioniert.

00:02:51: Und weil wir selten darauf gefordert werden, diese Glaubengrundsätze zu hinterfragen, agieren sie als ein Muster im Hintergrund – auch wenn wir später selber ältern werden!

00:03:07: Dann greifen wir auf dieselben Muster wieder zurück die wir gelernt haben von denen wir wissen wie die Welt funktioniert und deswegen ist es so wichtig sich seinen eigenen Glaubensgrundsätzen zu stellen, ihnen auf den Grund zu gehen.

00:03:29: Herauszufinden was uns eigentlich antreibt?

00:03:35: Die Eltern sind sozusagen die erste Autorität für die Frage wer bin ich wie viel bin ich wert?

00:03:46: und diese inneren Arbeitsmodelle bleiben stabil weil niemand sie hinterfragt.

00:03:53: Die Schaffung dieser Arbeitsmodelle wird nicht als aktive Erinnerungen oder Tat abgespeichert.

00:04:00: Sie fühlen sich eben nicht an wie Hypothesen, sie fühlen dich an wie die Wahrheit.

00:04:09: Diese inneren Arbeitsmodellen sind korrigierbar.

00:04:14: Positive Beziehungserfahrungen im Erwachsenalter, bewusste Reflexion, Therapie, sichere Bindungen – all das kann die Landkarte umschreiben oder zumindest mit Marker versehen, dass die Gedankenstraße auf dieser Karte aus falschen oder fehlerhaften Annahmen beruht.

00:04:36: Das Gehirn bleibt formbar!

00:04:38: Wir sind nicht hoffnungslos verdammt.

00:04:44: Und was heißt das für uns als Fürsorgende?

00:04:47: Oder als Eltern?

00:04:50: Das heißt etwas ganz Konkretes... Die Frage ist nämlich NICHT ob du Fehler machst.

00:04:59: Das tue ich,... ...das tust Du,... ...dass tut

00:05:03: jeder!...

00:05:04: Die Frage ist, ob du dich reflektierst.

00:05:07: Ob du immer wieder hinschaust?

00:05:10: Ist das was ich tue wirklich zum besten meiner Kinder oder mache Ich in bester Absicht etwas kaputt?

00:05:21: und für mein eigenes Verhalten tue ich dass aufgrund einer Überzeugung die sich ganz früh geformt hat und heute gar nicht gilt.

00:05:37: unsere welt ist voll von Leuten Die ist besser wissen.

00:05:42: Die uns sagen, das kann ich besser!

00:05:47: Und wenn wir erschöpft sind?

00:05:50: Wenn wir müde

00:05:50: sind?!

00:05:52: Wenn wir verzweifelt sind?

00:05:54: Denn es ist so viel leichter auf jemanden zu hören der mit dem Pruster und der Überzeugung sagt er wüsse wie's geht Sie Wüsse was richtig sei.

00:06:06: Und deswegen isst es oft und so wichtig dass wir unsere Glaubensgrundsätze hinterfragen.

00:06:17: Was ist mein Wert?

00:06:19: Woraus ziehe ich meinen Wert, bin ich liebenswert?

00:06:26: und wenn ja muss sich dafür eine Gegenleistung bringen.

00:06:33: Und dann kann ich schauen ob ich diese Glaubensgrundsätze anwende auf andere nicht zuletzt als Eltern oder Fürsorgende für meine Kinder.

00:06:51: Deshalb ist es so wichtig, die eigenen Glaubenssätze zu hinterfragen.

00:06:56: Denn nur dann merke ich auf welcher Basis Ich Annahmen treffe und dann kann ich auch dagegen handeln Wenn ich merke dass ich etwas tue weil ich irgendwelchen Stimmen oder Ratgebern glaube Die meiner Intuition mein Kind uneingeschränkt zu lieben widersprechen.

00:07:24: Aber am besten ist es Wir können jeden Tag neu anfangen, uns selbst und unser Handeln zu reflektieren.

00:07:33: Jeden Tag heute morgen übermorgen mit dem ersten Kind genauso wie mit dem nächsten Kind.

00:07:45: in der Arbeit genauso wie in der Beziehung.

00:07:50: im Bezug auf Kinder ist es so.

00:07:52: Kinder verzeihen erstaunlich viel wenn wir ehrlich sind Wenn wir sagen das war falsch von mir ich war erschöpft oder auf die falschen Ratschläge gehört.

00:08:04: Es tut mir leid, denn Kinder brauchen keine perfekten Eltern – sie brauchen Eltern, die dranbleiben, die sich selbst hinterfragen!

00:08:17: Und egal wie alt wir sind es ist nie zu spät, die eigenen Glaubenssätze zu überprüfen.

00:08:28: und deshalb wäre mein Wunsch wenn ich eine Sache auf der Welt ändern könnte eben nicht die Abschaffung von all den großen Sorgen sondern von dieser einen, denn wir sind alle Menschen.

00:08:47: Und wäre die Sicherheit jedes Kindes?

00:08:50: Du wirst geliebt so wie du bist ohne Bedingung!

00:08:56: Auch wenn deine Mutter erschöpft ist auch wenn dein Vater es nicht besser weiß – auch wenn die Welt um dich herum gerade so laut ist.

00:09:07: Wenn wir das ändern könnten ginge uns allen besser und wir hätten ganz viele und diese Probleme

00:09:14: nicht.".

00:09:16: Da wir das aber nicht global mit einem Wunsch ändern können, können wir es lokal ändern.

00:09:24: Heute hier jeder in seiner Familie – jeder mit sich selbst.

00:09:35: Wir können nämlich dem Kind in uns, dass diese Sätze gebildet hat begegnen und ihm heute die Liebe schenken, die's vielleicht damals nicht bekommen hat egal was die Umstände waren.

00:09:51: Und wir können diese Glaubengrundsätze Umformen, ganz gezielt Stückchen für Stückchen in unserer Landkarte eine Umleitung bauen.

00:10:06: Ich muss nicht perfekt sein um geliebt zu werden.

00:10:10: ich darf mich auf andere verlassen.

00:10:15: Ich bin etwas wert auch wenn ich nichts für andere tue.

00:10:23: und damit komme ich wieder zurück zur Lückengeschichte vom Anfang dieser Folge Die Lücke zwischen dem der Absicht und dem, was ankommt.

00:10:35: Als Erwachsene haben wir die Möglichkeit eine Perspektive zu wechseln.

00:10:41: Unser Weltbild ist nicht mehr egocentrisch.

00:10:45: Wir sind nicht von anderen abhängig!

00:10:48: Wir haben die Möglichkeit andere um ihre Meinung zu fragen Andere Standpunkte einzunehmen Unsere Perspektiven zu wechseln.

00:11:01: Als Erwachsener können wir die Lücke zwischen Absicht und Realität füllen mit Wissen, mit Fragen, mit Erklärungen Und das können wir als Eltern unseren Kindern zugutekommen lassen.

00:11:24: Denn wir uns selbst hinterfragen, können wir unseren Kindern sagen Das war gerade nicht gut!

00:11:32: Das ist mir aufgefallen.

00:11:35: Ich werde besser darauf achten.

00:11:38: Und wir können das auch im Miteinander mit anderen tun, Wir können schauen ob wir nicht hinter dem was ein anderer tut versuchen eine gute Absicht zu erkennen egal wie ungünstig Das Verhalten bei uns ankommt und das hilft bei jedem Streit eine Möglichkeit zu finden, ihn beizulegen.

00:12:13: Das hört sich jetzt alles sehr, sehr salbungsvoll an und ich kann mich kaum fast selber ertragen in dieser moralischen Keule!

00:12:21: Aber es ist so – wenn ich meine Einstellung gegenüber anderen Änderen und ihnen eine gute Absicht unterstelle für etwas was passiert und bei mir nicht so gut ankommt dann habe ich eine neue Handlungsmöglichkeit.

00:12:40: Ich kann hinterfragen, was wolltest du damit erreichen?

00:12:45: Und ganz viele Streitereien oder schlechte Gefühle kann ich damit ausräumen.

00:12:52: Ganz konkret in meinen Beziehungen, in meiner Arbeit und im Zusammensein mit meinen Kindern.

00:13:03: Vielleicht war die Absicht gut – nur die Ausführung hat nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt!

00:13:14: Meine Absicht mit dieser Folge war es, dir zu helfen die Lücke zu füllen.

00:13:19: Und ich hoffe das ist mir gelungen!

00:13:24: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge Tschüss.

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