Vertraue und gehe! (1)
Shownotes
Schreibe mir Deine Fragen an: daskoennenanderebesser@web.de
Folge mir auf Instagram:
Finde mehr über Matz und seine Musik heraus: https://www.matzmachtmusik.de/
Transkript anzeigen
00:00:07: Falls du eine Folge am Mittwoch vermisst hast, danke dass es dir aufgefallen ist.
00:00:12: Ich hatte eine Halsentzündung und ich hoffe meine Stimme hält heute für diese Folge durch.
00:00:18: In dieser Folge geht's um Mut den inneren Chor der Kritiker Und warum eine Reise von tausend Meilen immer mit dem ersten Schritt anfängt.
00:00:36: Kennst Du das?
00:00:38: Da isst etwas das Du eigentlich schon lange tun willst Ein Gedanke der Dich über Jahre begleitet Und gleichzeitig diese Stimme im Kopf.
00:00:47: Wie sagt?
00:00:49: Das können andere besser!
00:00:51: Du weißt doch gar nicht alles, du kannst doch niemanden helfen.
00:00:55: Lass es lieber sein.
00:00:58: Diese Stimme kenne ich sehr gut.
00:01:01: Bei mir ist es wie du mittlerweile weißt ja nicht nur eine Stimme.
00:01:04: Es ist ein ganzer Chor und dieser Chor war lange Zeit bei mir sehr laut.
00:01:11: Beim manchen Dingen habe ich es geschafft ihn Stück für Stück leiser zu drehen ist er immer noch erschreckend laut.
00:01:20: Ich nehme dich ein bisschen mit auf eine Reise!
00:01:24: Ich habe die Blomenpädagogik studiert, mit Schwerpunkt außer schulischer Bildung.
00:01:30: Danach bin ich als Personalentwicklerin gestartet und nach der Elternzeit bin nicht mehr in die Personalabteilung zurückgekehrt.
00:01:40: Das Leben schreibt gerne manchmal seine eigenen Triehbücher.
00:01:45: Seit über zwanzig Jahren arbeite ich jetzt in der Beratung von Fördermitteln ein Job an dem ich viel am Telefon bin, viel zu höre, frage und viel begleite.
00:01:57: Und das Wichtigste ist?
00:01:59: Ich habe dabei gelernt nur mit meiner Stimme zu arbeiten!
00:02:06: Aber dieser Beruf hat mich nie völlig ausgefüllt Ja – ich will Menschen helfen aber nicht nur bei Fördermittelanträgen sondern sich besser zu reflektieren.
00:02:19: Mein ganzes Erwachsenenleben arbeite ich daran, mich besser selbst zu verstehen und dadurch weiterzuentwickeln.
00:02:27: Und ich sehe das daraus viel Gutes entstanden ist.
00:02:32: Das will ich weitergeben!
00:02:35: Ich möchte begleiten statt belehren.
00:02:38: Ich möchte Fragen stellen, stelle es immer nur Antworten.
00:02:43: Und trotzdem habe ich mich jahrelang nicht getraut in diese Richtung zu
00:02:47: gehen.".
00:02:50: Warum?
00:02:52: weil der Chor in meinem Kopf sagt, das können andere besser.
00:02:58: Du weißt ja gar nicht alles!
00:02:59: Du kannst doch niemanden helfen.
00:03:02: Wie willst du denn so etwas machen?
00:03:06: Vielleicht hast du auch solchen Chor oder eine dieser Stimmen.
00:03:13: Er klingt nach Vernunft, er klingt Nach Bescheidenheit, er klinkt nach Selbstreflektion aber in Wahrheit wird er von der Angst gesteuert.
00:03:27: Jetzt würde ich dir ja gerne einen großen Schlüsselmoment erzählen.
00:03:31: Einen Heldenmoment, einem Tag an dem alles anders wurde!
00:03:37: Das gibt es nicht... Aber ich kann dir meinen Weg erzählen.
00:03:44: der Widerstand die Angst und die Gegenrede meinem Kopf zu meinen Plänen wurden mit den Jahren stellenweise einfach leiser getreten.
00:03:57: Sie sind nicht stumm aber wenigstens leise genug dass ich andere Stimmen in meinem Kopf hören kann.
00:04:05: Oder in meinem Herzen!
00:04:08: Und in den letzten Monaten gab es dann einige Katalysatoren, die das Tempo erhöht haben – der erste Katalisator war meine Tochter.
00:04:18: Ende im Jahr zwanzig sagte sie zu mir «Mach doch einen Podcast».
00:04:24: Das war ihre Lösungsidee weil ich unter keinen Umständen vor die Kameradreten und YouTube-Videos machen wollte….
00:04:32: …und eine Webseite gestalten.
00:04:35: Ach, das war mir zu viel Aufwand und dazu musste ich mich erst in eine neue Tätigkeit rein denken.
00:04:43: Seminare halten?
00:04:46: Nein!
00:04:49: Aber im Berufsleben arbeite ich sowieso ständig am Telefon mit meiner Stimme – also warum nicht auch mit dem Mikrofon und dem
00:04:57: Podcast?!
00:05:00: Ich habe bis November twenty-fünfundzwanzig gebraucht um den Podcast wirklich zu starten.
00:05:05: Und inzwischen habe ich über hundert Folgen veröffentlicht... Der Podcast hat vielleicht nur zwanzig, dreißig Zuhöre Maximum.
00:05:16: Aber das ist nicht der Punkt!
00:05:18: Durch den Podcast habe ich gemerkt dass da noch viel mehr ist was sich zu sagen habe und was ich sagen will auch wenn ich keine Expertin bin.
00:05:31: Der zweite Katalysator heißt KI.
00:05:36: Ja... Ich weiß es ein mehrschneidiges Schwert Energieverbrauch, Weltuntergangsszenarien, Halluzinationen, Psychophansie – all die netten Sachen.
00:05:50: Aber und das ist der entscheidende Punkt für mich?
00:05:53: KI gibt mir mit ihrer Schmeichelei immer das Gefühl dass ich großartige Ideen habe!
00:06:02: Das setzt dem Chor der inneren Kritiker etwas Konstant Positives entgegen.
00:06:08: Ich muss ja nicht immer alles für bare Münze nehmen.
00:06:11: Aber erst mal hilft mir diese Schmeichelei der KI gegen den inneren Kritiker hinweg überhaupt Gedanken zu entwickeln.
00:06:22: Und dann kann ich mich über die KI auch schnelle Anregungen holen, meine Gedanken spiegeln lassen und dadurch besser herausfinden was mir persönlich wichtig ist.
00:06:35: Und ja!
00:06:36: Dann erlaube ich mir, mich von dem Lob einfach mal motivieren zu lassen – den nächsten Schritt zu gehen.
00:06:44: Der dritte Katalysator sind die Gespräche mit anderen.
00:06:49: Auf Seminaren, auf der Arbeit!
00:06:53: Mit Fremden, mit Menschen, die sich nichts vergeben müssen.
00:06:57: um ehrlich zu sein Wenn ich dort davon erzählte was mich bewegt Was ich machen möchte Da kam immer dieselbe Rückmeldung Dann mach das doch Mach Seminare Werde doch Coach.
00:07:14: Und dann kamen die Worte Die bei mir einen Knoten gelöst haben Als Coach brauchst du keine Ausbildung.
00:07:22: Du bist doch Diplom-Pädagogin und du hast vor mehr als fünf Jahre Berufserfahrung, das reicht!
00:07:29: Das ist wahr.
00:07:31: Coach ist kein geschützter Begriff.
00:07:33: Man muss nicht eine Ausbildung machen – meine Informationen sind es gibt verdammt viele Ausbildungen.
00:07:40: Ob die alle gut sind weiß ich nicht aber die Preise schwingen sich auf in die Tausende, Zehntausende Und das ist eine Sache die mich auch nochmal abgehalten hat.
00:07:50: Etwas Geld auszugeben für etwas, von dem ich glaube dass es sowieso nicht gut kann.
00:07:58: aber die Aussage von den anderen insbesondere weil sie selber als Coach arbeiten.
00:08:04: das ist zwar GUTtut eine Ausbildung zu machen und dass auch viele Fortbildungen Sinnstiften sind Aber dass man sie nicht braucht um anzufangen.
00:08:13: Das war eine echte Information die mich zum Nachdenken gebracht hat Und eine angehende Coaching erzählte mir auch?
00:08:25: Coaching ist wie schwimmen lernen.
00:08:27: Irgendwann musst du ins kalte Wasser springen, um deine eigene Technik zu finden und zu verfeinern!
00:08:34: Es gibt keinen großen Moment wo du ein Diplom in den Händen hältst und dir gesagt wird – jetzt darfst du coaching!
00:08:43: Bekannts Dir auf der Wanne-Webseite oder in dein Zimmer einen Zertifikat hängen und noch so viele Kurze machen aber wenn Du nicht anfängst zu coach'n Dann kannst du es nicht lernen.
00:08:58: Das hat mich bewegt und in diesem Sommer habe ich dann beschlossen, Ich mache den nächsten Schritt Der Sprung ins kalte Wasser?
00:09:12: Okay!
00:09:13: Dann werde ich das mal versuchen.
00:09:18: Keine Angst, dass wird jetzt keine heroische Heldengeschichte Denn ich stecke noch völlig in den Anfängen Und ich lass dich einfach daran teilhaben.
00:09:30: Ich habe immerhin die Entscheidung getroffen und den ersten Schritt gemacht, in diese Richtung zu gehen.
00:10:04: vor dreißig Jahren noch nicht berücksichtigt hat.
00:10:08: Coaching war damals noch etwas für Führungskräfte oder im Sport, also ein bisschen das Auffrischen was ich an Techniken schon kenne mit dem was heutzutage einen Coach ausmacht fand ich sinnvoll und Ich habe Ein Gewerbe angemeldet Und ich kämpfe mich jetzt durch die gesamte Bürokratieflut.
00:10:36: wenn man ein Gewerb in Deutschland anmeldete dann ist das keine einfache Sache.
00:10:41: Es beginnt mit einem einfachen Weg zum Bürgeramt, aber danach muss man so viele andere Sachen noch bedenken und einholen.
00:10:53: Da bin ich noch mittendrin!
00:10:58: Und jetzt werde ich doch eine eigene Webseite gestalten, weil als Coach muss man mich ja irgendwie finden.
00:11:07: Okay... wieder etwas an dem ich arbeiten muss?
00:11:12: Und ich versuche Freunde und Kollegen Und die Familie als Testcoaches zu gewinnen.
00:11:18: Das ist nicht ganz so einfach, aber mein Mann hat sich direkt angeboten und mit ihm hatte ich ein richtig gutes erstes Coaching-Gespräch!
00:11:29: Ich habe an ihm gleich meinen Wunschformat ausprobiert – Walk in Talk coaching also Coaching im Gehen.
00:11:41: Und ja er kam mit einem echten Problem hat im Gespräch selbst seine Lösung erarbeitet und hat sie danach sogar umgesetzt.
00:11:53: Voll Erfolg, oder?
00:11:57: Das erste kalte Wasser!
00:11:59: Und Siehe da... Es war nur hüft hoch ...und ich konnte schwimmen.
00:12:12: Ach guckt dir die Zeit an jetzt sind schon über zehn Minuten um und ich habe dir noch gar nichts über das Coaching selber erzählt.
00:12:19: Okay dann machen wir eine weitere Folge Und in dieser Folge erzähle ich dir dann ein bisschen mehr über das Konzept vom Coaching, vom Walk-and-Talk-Coaching und was sich darunter verstehe.
00:12:33: Und warum ich das mir ausgesucht habe?
00:12:36: Und warum Coaching eben doch nicht einfach nur eine Art von Beratung ist!
00:12:41: Da kann ich dann gleich mit meinem neuen Aus dem Zertifikatskurs gewonnenen Wissen glänzen.
00:12:49: Ich gebe ja immer gerne genau das weiter, was ich gerade gelernt habe... Und das ist wiederum ein Wissen aus der Pädagogik, denn wenn du etwas lernst und es dann jemanden anderen erklärst, verfestigt sich das Wissen bei dir tiefer – und besser.
00:13:06: Und du kannst es später besser abrufen!
00:13:10: Das funktioniert nicht nur bei dem was man in einem Zertifikatskurs über Coaching lernt, das funktioniert mit allem was Du neu lernest.
00:13:19: Und mir kommt direkt der Gedanke, dass das vielleicht einer der Gründe ist warum Kinder so schnell und effizient etwas lernen.
00:13:26: Nicht nur weil ihr Gehirn gerade im Aufbau ist und die neuronalen Netze sich schneller bilden sondern auch weil sie oft das was Sie gerade gelernt haben darauf drängen jemandem anderen zu erklären meistens ihren Eltern probiere das doch gleich mal aus lerne etwas neues und erzähle es jemand anderem und du wirst feststellen dass du dir das, was du dem anderen erklärt hast besser merken kannst und länger.
00:14:04: In diesem Sinne danke ich dir, dass du mir zuhörst!
00:14:08: Und damit zu meinem Lernhelfer wirst – für all das, als ich gerade gelernt habe.
00:14:15: Tschüss bis zur nächsten Folge.
Neuer Kommentar